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Vom Gaswerk zur Stadtwerke Mühlhausen GmbH

Erfahren Sie hier mehr über die Geschichte unseres Unternehmens.

Bis Heute

Kabelverteilerkasten Thüringen.DSL

Mühlhausen wird glasfaserschnell. Die Stadtwerke Mühlhausen und die Thüringer Netkom investierten gemeinsam rund 3 Millionen Euro für den Auf- und Ausbau des Glasfasernetzes. Innerhalb von weniger als einem Jahr wurden mehr als 40 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Eigentümer des Glasfasernetzes sind die Stadtwerke Mühlhausen, sie verpachten es an die Thüringer Netkom. Damit haben sich die Stadtwerke ein neues und zukunftsträchtiges Geschäftsfeld geschaffen.

Geschäftsführerwechsel

Wechsel an der Spitze. Der langjährige technische Geschäftsführer der Stadtwerke, Joachim Scheurich, geht zum 30.06.2016 in den altersbedingten Ruhestand. Dessen Nachfolge tritt der Diplom – Wirtschaftsingenieur Henning Weiß an. Gemeinsam mit der kaufmännischen Geschäftsführerin Regine Gierse wird Henning Weiß zukünftig die Mühlhäuser Stadtwerke leiten.

Kick-off Breitbandprojekt

Die Stadtwerke unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung zum großflächigen Aufbau eines Glasfasernetzes in Mühlhausen. Gemeinsam mit der Stadt Mühlhausen, der Thüringer Netkom und der Thüringer Energie AG treiben sie den Glasfaserausbau und der DSL-Breitbanderschließung in Mühlhausen. Am 26.05.2015 wurde die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Das neue Corporate Design der Stadtwerke Mühlhausen wird präsentiert. Mit der Überarbeitung des Stadt-Logos wurde auch das Stadtwerke-Logo angepasst. Die Bildmarke mit historischer Altstadt wurde von der Stadt übernommen, nur dessen Farbgebung angepasst. Die Farben des bisherigen Logos wurden leicht verändert und wirken dadurch frischer. Außerdem wurde der Text durch eine neue Schriftart modernisiert. Der neue Auftritt wappnet das Unternehmen für die Zukunft und soll die Vermarktung der Produkte positiv beeinflussen.

Gute Bekannte

Das Lokalportal der Stadtwerke Mühlhausen geht online. Unter www.gute-bekannte-muehlhausen.de sind alle regionalen Themen der vergangenen Ausgaben der Kundenzeitung „Gute Bekannte“ im Netz abrufbar. Darüber hinaus finden Sie Nachrichten aus der Energiebranche, Empfehlungen für Verbraucher, Rezepte, Spiele und Umfragen – jede Woche neu.

City Wärme+ ist das neue Förderprogramm der Stadtwerke Mühlhausen. Als Gaskunde haben Sie die Möglichkeit, eine neue Dienstleistung zu beziehen: Wärmelieferung im Rundum-Sorglos-Paket. Was bedeutet das im Einzelnen für Sie?

  • Ihr Energieversorger erwirbt die Heizungsanlage.
  • Einbau, Wartung, Instandhaltung und Reparaturen der Heizungsanlage werden durch die Stadtwerke in Zusammenarbeit mit regionalen Handwerksbetrieben abgewickelt.
  • Ihr Wärmeliefervertrag läuft über mindestens 10 Jahre.
  • Sie als Kunde zahlen über die gesamte Laufzeit einen konstanten monatlichen Festpreis.

Näheres dazu finden Sie unter Förderprogramme.

Die Homepage der Stadtwerke Mühlhausen erscheint im neuen Gewand. Der Tarifrechner ermöglicht Ihnen als privatem oder gewerblichem Kunden einen schnellen Preisvergleich zwischen den Produkten der Stadtwerke.

Noch vor dem Jahreswechsel 2012/2013 erfolgt die technische Anbindung der Strom- versorgungsnetze der Ortsteile Felchta, Görmar und Saalfeld sowie des Versorgungsbereichs Schröterode. Die Übernahme vom bisherigen Konzessionsinhaber klappt reibungslos.

Seit September 2013 ist das neue und modernisierte Blockheizkraftwerk auf dem Schadeberg am östlichen Stadtrand Mühlhausens in Betrieb. Mit ihm können etwa 1.000 Wohnungen, zwei Kindergärten, das Hufeland Klinikum und zahlreiche Gewerbekunden mit Wärme für Raumheizung und Warmwasserbereitung versorgt werden. Das innerhalb von vier Monaten für rund 1,5 Mio. Euro komplett erneuerte Blockheizkraftwerk ersetzt dabei die bisherige Anlage, die seit 1995 am Netz war.

Auch Windkraft wird großgeschrieben bei den Stadtwerken Mühlhausen. Seit Oktober 2013 gehören die Stadtwerke Mühlhausen zur Windkraft Thüringen GmbH (WKT). Das Gemeinschaftsunternehmen – 2012 durch sieben Thüringer Energieversorger gegründet – soll Windenergieprojekte entwickeln und umsetzen. Beteiligungen an Windenergieanlagen sowie Unternehmen, die Windenergieprojekte in Thüringen realisieren, sind ebenfalls geplant.

Die Stadtwerke Mühlhausen werden 20 Jahre alt und haben sich als moderner und effizienter Energiedienstleister etabliert.

Derzeit sind 73 Mitarbeiter, darunter vier Auszubildende bei den Stadtwerken und vier Mitarbeiter in der Netztochtergesellschaft, beschäftigt.

Darüber hinaus erweitern die Stadtwerke Mühlhausen ihr Serviceangebot. Sie bieten ihre Serviceleistungen zusätzlich in der neuen Kundeninformation am Steinweg 77 an.

Mitte Juni schaffen die Stadtwerke ein Elektroauto an. Mit einem 24 PS starken E-Motor fährt ein Außendienstmitarbeiter mit der „Mia“ nun durch die Straßen von Mühlhausen. Um für die „Mia“ und weitere Elektrofahrzeuge unserer Kunden eine Lademöglichkeit zu schaffen, errichten die Stadtwerke eine Stromtankstelle auf dem Kundenparkplatz in der Windeberger Landstraße.

Die Stadt Mühlhausen schließt mit den Stadtwerken neue Konzessionsverträge für die Versorgung mit Strom und Gas für weitere 20 Jahre ab. Die Stromkonzession umfasst damit ab 2013 neben dem Stadtgebiet auch die Ortsteile Felchta, Görmar und Saalfeld sowie den Versorgungsbereich Schröterode.

Die Stadtwerke Mühlhausen fördern den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region. Aus diesem Grund wurden Ende 2010 drei Photovoltaikanlagen am Schlotheimer Ring, in der Feldstraße und in der Gartenstraße in Betrieb genommen. Sie erzeugen jährlich rund 75.000 Kilowattstunden Strom – bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 2.400 Kilowattstunden können damit rund 31 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgt werden.

Aufgrund weiterer regulatorischer Anforderungen aus dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ist die Umstellung des EDV-Systems auf ein Zwei-Mandanten-Modell erforderlich. Das neue System bildet alle Prozesse getrennt für Netz und Vertrieb ab.

Im Blockheizkraftwerk Rodemannstraße werden zwei neue Erdgasmodule mit je 70 Kilowatt elektrischer und je 109 Kilowatt thermischer Leistung installiert.

Die Mitglieder der Marketinginitiative Thüringer Energieversorger wählen Hamster Horst zu ihrem Maskottchen. So wird er auch bei den Stadtwerken Mühlhausen zum neuen Werbeträger. Horst ist bei allen Werbemaßnahmen präsent.

Die Stadtwerke setzen bei der Stromversorgung verstärkt auf die Eigenerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Anfang Oktober 2008 wurde im Wohngebiet Feldstraße mit dem Bau von fünf neuen Blockheizkraftwerken begonnen. Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Damit machen sich die Stadtwerke unabhängiger von schwankenden Bezugskosten und der Strombörse. 

Seit August 2007 kann der Kundenservice der Stadtwerke Mühlhausen noch besser die Wünsche der Bürger erfüllen. Er ist der Anlaufpunkt für alle Anfragen rund ums Thema Energie – egal ob Verbrauchsabrechnung oder Energieberatung. Hier finden Sie den richtigen Ansprechpartner.

Telefon: 03601 434-450 oder -451.

Trennung von Netz und Vertrieb: Die Stadtwerke gründen die Tochtergesellschaft Stadtwerke Mühlhausen Netz GmbH.

Anlass für die Gründung war die gesetzliche Forderung des neuen Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG), Vertriebs- und Netzaktivitäten klar voneinander zu trennen. Dieser Vorgang wird in der Fachsprache auch als Unbundling bezeichnet.

Am 1. Januar 2007 nahm das neue Unternehmen die Geschäfte auf. 

Das Blockheizkraftwerk der Wirtschaftsbetriebe in der Spielbergstraße erhält einen neuen Wärmespeicher mit 80 Kubikmetern Inhalt. Er sorgt für eine noch bessere Ausnutzung der Anlage. Hier wird Wärme in Wasser gespeichert – das schont die Kraftwerksmotoren und vermeidet den Verlust von Energie. Drei Gasmotoren arbeiten im Blockheizkraftwerk und versorgen in Spitzenzeiten die Stadt Mühlhausen mit Strom. Ein Blockheizkraftwerk läuft erst rentabel, wenn gleichzeitig Strom produziert und die Abwärme seiner Motoren genutzt wird. Die Wärme wird nach Bedarf in das Fernwärmenetz eingespeist.

Der Initiativkreis Thüringen „Das Erdgasfahrzeug“ erhält den „Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft 2004 für zukunftsweisende Mobilität: Erdgas im Verkehr“.

Die Auszeichnung wird für herausragende Leistungen zur Einsparung von Energie und zur Steigerung der Energieeffizienz vergeben. 

Als Mitglied des Initiativkreises freuen wir uns sehr über diese Auszeichnung.

Die Stadtwerke Mühlhausen GmbH wird als einer von zehn weiteren Betrieben als „ÖKOPROFIT-Betrieb 2003“ ausgezeichnet. Staatssekretär im Thüringer Umweltministerium Stefan Baldus (CDU) und Oberbürgermeister Hans-Dieter Dörbaum überreichten am 4. November 2003 im Rathaus Mühlhausen die Auszeichnung. Während des einjährigen Projektes wurde der betriebliche Umweltschutz nachhaltig verbessert, vor allem in den Bereichen Energieeinsparung und Abfallvermeidung.

Im Rahmen der „Marketinginitiative der Thüringer Energieversorger“ wird eine gemeinsame Internetpräsenz der Mitglieder, bestehend aus Stadtwerken und Energieversorgungsunternehmen aus Thüringen, gestaltet. Im Internet informiert die Initiative der Energieversorger rund um die Themen Energie, Gas und Strom.

Haus

Die Stadtwerke beteiligen sich am Initiativkreis Thüringen „Das Erdgasfahrzeug“. Gemeinsames Ziel der Träger ist es, Erdgas als Kraftstoff zum Durchbruch zu verhelfen.

Derzeit sind 60 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Geschäftsführer sind Regine Gierse und Joachim Scheurich.

Vernetzt: Die Stadtwerke gehen o­nline.

Die Stadtwerke dehnen ihr Engagement auf den kulturellen Bereich aus: Seit Herbst 2002 sind die Stadtwerke Mitglied der Stiftung „Die Kilianikirche-Stiftung für Kunst und Kultur“. Die Kirche soll zu einem Zentrum für Jugendkultur werden. Gleichzeitig soll sie ein neues Zuhause für die Theaterwerkstatt 3K werden.

Nach nur neun Monaten Bauzeit kann das neue Schalthaus in der Windeberger Landstraße in Betrieb genommen werden. Kosten: rund 1,3 Mio. Euro. Oberbürgermeister Hans-Dieter Dörbaum sowie die Geschäftsführung der Stadtwerke drücken im Beisein von geladenen Gästen, Mitarbeitern und Pressevertretern den „roten Startknopf“.

Am 31. August 2001 überträgt die CONTIGAS AG die Mehrzahl ihrer Beteiligungen auf die Thüga Aktiengesellschaft (München), darunter auch ihre Anteile an den Stadtwerken Mühlhausen.

Auto

Die Stadtwerke werden mit mehreren erdgasbetriebenen Fahrzeugen ausgerüstet und beginnen außerdem mit dem Bau der neuen Mittelspannungsschaltanlage neben dem Umspannwerk an der Windeberger Landstraße. Ziel ist die Erhöhung der Versorgungssicherheit.

Weiterhin werden die Stadtwerke Mitglied der „Marketinginitiative der Thüringer Energieversorger“ – in diesem Rahmen entstehen der „Stromi“ und die Kundenzeitschrift „Gute Bekannte“.

Die Stadtwerke verstärken den Bereich Energiewirtschaft und bauen die Vertriebsaktivitäten aus. Das Stromprodukt „City-Strom“ wird eingeführt.

Der Ersatzbau der Mittelspannungsschaltanlage im ehemaligen E-Werk kann abgeschlossen werden.

Gebäude

Das neue Betriebs- und Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Mühlhausen GmbH in der Windeberger Landstraße 73 wird bezogen. Die zuvor in mehreren über das gesamte Stadtgebiet verstreuten Gebäuden arbeitenden Mitarbeiter der Stadtwerke nun an einem Standort tätig. Für die Kunden in Mühlhausen wird somit eine zentrale Anlaufstelle geschaffen.

Der Erdgasbezug war in diesem Jahr erstmals größer als 400 Mio. Kilowattstunden.

In diesem Geschäftsjahr werden die größten Investitionen in allen Sparten getätigt. Für die Sanierung des Gas-Niederdrucknetzes werden rund 1 Mio. Euro ausgegeben. 420 Haushalte können somit an das Gasnetz angeschlossen werden.

Die beiden Blockheizkraftwerke Ballongasse und Windeberger Landstraße werden in Betrieb genommen.

Nach gemeinsamen Vorarbeiten mit der Regionalbus GmbH geht die erste Mühlhäuser Erdgastankstelle für Kraftfahrzeuge an den Start.

Der Neuanfang

Mit Übernahme der Wärmeversorgung zum Januar 1994 wird der Verbund der Sparten Gas, Wärme und Strom hergestellt.

Anteilseigner der Stadtwerke Mühlhausen GmbH sind:

  1. die Wirtschaftsbetriebe Mühlhausen GmbH mit einem Anteil von 51,0 %,
  2. die CONTIGAS Deutsche Energie-AG mit 25,1 % und
  3. die TEAG Thüringer Energie AG mit 23, 9 %.

Das umweltfreundliche Blockheizkraftwerk Rodemannstraße wird in Betrieb genommen.

Logo

Die „Gasversorgung Mühlhausen GmbH“ übernimmt die Stromversorgung der Kommune von der Energieversorgung Nordthüringen AG (ENAG) und die Wärmeversorgung von der Mühlhäuser Fernwärme GmbH. Ab Ende 1993 firmiert sie unter dem Namen „Stadtwerke Mühlhausen GmbH“. Bis zur vollständigen Geschäftsübernahme wird die Geschäftsbesorgung aber vorläufig noch von den zuvor verantwortlichen Gesellschaften wahrgenommen.

Mit der Übernahme der kaufmännischen Mitarbeiter aus den Unternehmensbereichen Strom, Gas und Wasser wird im Frühsommer der kaufmännische Geschäftsbetrieb in der Windeberger Landstraße aufgenommen.

In diesem Jahr werden außerdem das Gewerbegebiet Trift und das Wohngebiet Forstberg erschlossen.

Weil insgesamt 164 ostdeutsche Kommunen – darunter auch die Stadt Mühlhausen – vor dem Bundesverfassungsgericht die Rückgabe bzw. das Recht auf eine Neugründung von Stadtwerken erstritten hatten, werden ab Oktober 1992 die Versorgungsanlagen für Strom und Gas an die Stadt zurückgeführt. Nachdem bereits am 1. Oktober 1991 die formelle Gründung stattgefunden hatte, folgt am 29. September 1992 die offizielle Eintragung in das Handelsregister – zunächst unter dem Namen „Gasversorgung Mühlhausen GmbH“. Geschäftsführer sind zunächst Oberbürgermeister Hans-Dieter Dörbaum und Dr. Hilmar Klepp. Nach dem Ausscheiden des Oberbürgermeisters aus der Geschäftsführung werden Joachim Scheurich und Werner Hecker als weitere Geschäftsführer bestellt.

Die Umstellung von Stadtgas auf das umweltfreundliche Erdgas wird 1992 vollständig abgeschlossen.

In den Geschäftsjahren 1991/1992 bis 2000/2001 werden für die Erneuerung und Erweiterung der Versorgungsanlagen rund 46 Mio. Euro in den Bereichen Strom, Gas und Wärme investiert.

Reglerstation

Im Herbst ist es so weit: Nach dem Bau der Erdgasleitung Neukirchen-Höngeda-Mühlhausen und dem Aufstellen und Anschließen der Reglerstationen Felchta Weinberg, Görmar und Wendewehr heißt es: „Erdgas marsch!“ Das Zeitalter des Stadtgases ist endgültig vorbei.

Im Jahr der Wiedervereinigung Deutschlands führen die veränderten Verhältnisse in Deutschland zur Entflechtung der planwirtschaftlich geführten volkseigenen Kombinate. Das Gasnetz in Mühlhausen wird zunächst mit in die neu gegründete Gasversorgung Nordthüringen GmbH (GNT) überführt, die Stromversorgung in die Energieversorgung Nordthüringen AG (ENAG).

Als Versorgungsziel im Bereich Gas gilt: „Jeder an jeder Stelle der Stadt so viel Gas, wie er möchte!“ Das aber lässt sich mit der vorhandenen Struktur nicht realisieren. Notwendig sind sowohl eine vollständige Umstellung auf H-Erdgas als auch eine Druckanhebung in vielen Bereichen des Versorgungsgebietes. Die dadurch erforderlichen Investitionen sind enorm. Allein der Einbau der zur Umstellung benötigten 78 Schieber verschlingt rund 200.000 Euro.

Wichtige Etappen

Mit Inbetriebnahme des Heizhauses in der Windeberger Straße-West wurde die kommunale Wärmeversorgung für das im Wohnungsbauprogramm der DDR errichtete Wohngebiet Windeberg-West aufgenommen.

Gaswerk

Nach 108 Jahren wird das alte Gaswerk stillgelegt – vor allem deshalb, weil Steinkohle nicht mehr in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht. Dadurch wird das Sauerstoff-Druckgaswerk „Schwarze Pumpe“, das größte seiner Art (1973) in der ganzen Welt, zum zentralen Haupterzeuger für Stadtgas.

Eine neue Etappe der Gasversorgung in Mühlhausen wird eingeleitet: die Umstellung auf importiertes Erdgas. Hervorzuheben dabei: Für diese Umstellung liegen kaum Erfahrungen vor. Mühlhausen wird dadurch zu einer Art Prüfstand moderner Gasversorgungstechnologie. Den Anfang machen das Forstbergviertel sowie Görmar und Umgebung. Danach wird das Bahnhofsviertel umgestellt.

Die Störanfälligkeit des Gasversorgungsnetzes nimmt drastisch zu. Die alten Rohre werden Straßenzug für Straßenzug ausgetauscht. Dabei legen die Bürgerinnen und Bürger selbst mit Hand an, um diese dringend notwendigen Arbeiten schnell und zügig zu erledigen.

In diesem Jahr gehen zwei neue Horizontalkammeröfen mit je vier Kammern in Betrieb, sodass die Jahresproduktion deutlich erhöht werden kann. Zur gleichen Zeit wird mit dem Bau einer Ferngasleitung nach Sollstedt begonnen. 1957 werden zwei Kolbenkompressoren in Betrieb genommen, sodass insgesamt rund 7 Mio. Kubikmeter Mischgas zur Stärkung der dortigen schlechten Versorgung in den Raum Nordhausen-Sondershausen-Leinefelde abgegeben werden können.

Es gelingt, das Erdgasfeld Großgrabe zu erschließen, sodass ab 1954 dem Stadtgas auch Erdgas beigemischt werden kann.

Stadtgas

Die Nachkriegszeit stellt die Stadt Mühlhausen vor große Herausforderungen. Das Überlandwerk Nordthüringen GmbH Mühlhausen i. Thür. wird 1948 enteignet und kurz darauf dem VVB Energiebezirk Süd, Betriebsdirektion Bleicherode zugeordnet sowie mit den Betrieben der Region zusammengeschlossen.

Stadtgas

Die Stadtgaserzeugung wird auf moderne Horizontalkammeröfen umgestellt, um die Rentabilität zu erhöhen.

Strom – die Geschichte

Nachdem die Versorgung der Umlandgemeinden von Mühlhausen mit Strom schon länger vom städtischen Elektrizitätswerk aus erfolgt, kommt es 1934 nach langen Verhandlungen zur Zusammenlegung des städtischen E-Werkes und der Straßenbahn mit der Überlandzentrale Mühlhausen GmbH. Im Dezember des gleichen Jahres fusionieren die beteiligten Betriebe und firmieren unter dem Namen „Elektrizitätswerk und Überlandzentrale Mühlhausen GmbH“, woraus 1942 das „Überlandwerk Nordthüringen GmbH Mühlhausen i. Thür.“ wird.

Die im Jahr 1909 erstmals geführten und dann wieder abgebrochenen Verhandlungen zwischen der Stadt und der Elektrizitäts AG Nürnberg mit dem Ziel einer Übernahme des E-Werkes durch die Stadt werden wieder aufgenommen – und am 1. Januar 1919 wird der Magistrat endlich Eigentümer.

Elektrowerk

In Mühlhausen kommt eine hochmoderne Dampfturbine mit 600 PS Leistung von der Firma Escher Wyss & Co aus Zürich zum Einsatz. Angetrieben werden zwei Gleichstrom-Nebenschluss-Dynamos, jeweils mit 3.000 Umdrehungen. Beide Dynamos werden direkt auf einer Welle von der Dampfturbine angetrieben.

Elektrowerk

Nachdem die Elektrizitäts AG Nürnberg (vormals Schuckert und Co.) mit der Errichtung und dem Betrieb eines Elektrizitätswerkes sowie der Versorgung der Stadt mit Strom beauftragt worden war, kann das innerhalb eines Jahres errichtete Werk bereits am 1. September 1898 den ersten Strom ins Versorgungsnetz einspeisen. Zuerst wird der erzeugte Strom vor allem für den Betrieb der zugleich gebauten Straßenbahn verwendet.

Gaswerk – die Geschichte

Nach der Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Gotha-Leinefelde werden die zur Stadtgaserzeugung notwendigen Kohlen nicht mehr per Fuhrwerk, sondern auf dem Schienenweg angeliefert.

Gaswerk

Die im Mai 1864 begonnenen Bauarbeiten am ersten Gaswerk Mühlhausens können bereits im Januar 1865 abgeschlossen werden. Mühlhausen erzeugt sein eigenes Stadtgas – das zunächst überwiegend für die Beleuchtung von Straßen, Gassen und Plätzen eingesetzt wird. Die Gesamtlänge der Leitungen beträgt insgesamt 19.000 Meter. Die Zuleitungen zu den Häusern und den Straßenlaternen erfolgen über schmiedeeiserne Leitungen ohne jegliche Isolierung. 100 Kubikfuß Stadtgas kosten im ersten Geschäftsjahr 2 Taler und 25 Silbergroschen.

Die Stadtväter Mühlhausens beschließen, ein städtisches Gaswerk zu errichten. Eine Kommission wird eingerichtet, die die notwendigen Planungs- und Koordinierungsarbeiten übernimmt. Die Kommission entscheidet sich gegen die Vergabe der Stadtgasversorgung an Privatunternehmen und für einen Betrieb in städtischer Verantwortung.

Der Magistrat der Stadt Mühlhausen wird mit der Forderung einzelner Bürger konfrontiert, die eine ausreichende Beleuchtung der Straßen und Gassen wünschen. Daraufhin denkt man zuerst daran, eine Straßenbeleuchtung mithilfe von Pech-Pfannen zu realisieren. Dieser Plan muss dann aber wieder verworfen werden. Die Verantwortlichen tendieren in den Folgejahren immer mehr zu einer Straßenbeleuchtung mit Stadtgas, wie dies verschiedene englische Städte schon seit Längerem praktizieren.

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