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Energiepreise sind Marktpreise-Weltweit wächst der Energiebedarf

(vom 31.05.2006)

Energiepreise sind Marktpreise - Weltweit wächst der Energiebedarf

Presse, Fernsehen und Rundfunk melden, dass sich derzeit öl- und Energiepreise auf Höchstniveau bewegen. Davon sind die Einkaufspreise für die Beschaffung des Erdgases nicht ausgenommen. Seit Beginn des Jahres 2005 führen die hohen Erdölpreise zeitversetzt zu weiter steigenden Kosten im Erdgaseinkauf.

Dabei stellt sich eine wesentliche Frage: Welche Ursachen haben die gestiegenen Energiekosten? Eine Antwort gibt der Blick auf die internationalen Energiemärkte. Die weltweite Nachfrage nach Energie steigt, insbesondere in den Wachstumsregionen wie China oder Indien, aber auch in Nordamerika. Dieser weltweite Energiebedarf wirkt sich zwangsläufig auf die Energiepreise aus – auch in Deutschland.

Der Gaspreis ist an den Heizölpreis gekoppelt. Diese seit Jahrzehnten bestehende Preisbindung an das Heizöl ist in langfristigen Lieferverträgen hinterlegt. Den Stadtwerken Mühlhausen und damit auch dem Endverbraucher bringt dies die Sicherheit, dass auch in Zeiten zunehmenden Energiebedarfs die Vertragspartner Liefertreue bewahren. Somit kann das Erdgas nicht dorthin umgeleitet werden, wo aktuell die höchsten Preise gezahlt werden.

Diese Verträge gewährleisten der Stadtwerke Mühlhausen GmbH die höchstmögliche Versorgungssicherheit im Stadtgebiet. Die Heizölpreisbindung stellt keine Einbahnstraßenregelung dar. In Zeiten sinkender ölpreise wurden die Erdgaspreise, wie zuletzt im Januar 2004, entsprechend gesenkt.

Hierzu sagt Joachim Scheurich, Geschäftsführer der Stadtwerke: „Wir geben nicht jeden Preisaufschlag weiter, wie das beim Bezug von Heizöl und Benzin üblich ist. Wir bemühen uns, Schwankungen in den Bezugskosten des Erdgases zu glätten, damit der Preis für Haushalte und Kleingewerbe über einen längeren Zeitraum stabil bleibt.“

Die weltweit steigende Nachfrage nach natürlich vorkommenden Energien wie z. B. Kohle, Erdöl und Erdgas hat auch Auswirkungen auf den Strompreis. Insbesondere der Preis für Steinkohle als wichtigster Import-Energieträger für die Stromerzeugung stieg von Anfang 2004 bis Mitte 2005 um über 30 Prozent. Da etwa ein Viertel des in Deutschland erzeugten Stroms aus Steinkohle stammt, hat das Einfluss auf den Strompreis.

Stromgeld im Voraus
Wie wäre es, wenn Sie für Ihren jährlichen Stromverbrauch von 3.600 kWh nur noch 492,00 EUR inklusive Grundgebühr zahlen müssten? Bis zu 40 % sparen - damit warb kürzlich ein Stromanbieter im Raum Mühlhausen. Doch die Sache hat einen Haken: Wer den Spartarif nutzen will, muss erst einmal den vollen Jahrespreis zahlen - und zwar im Voraus. Auch der Bund der Energieverbraucher warnt vor Billiganbietern. Geht so eine Firma pleite, ist der Kunde zwar nicht ohne Strom, denn die Stadtwerke als regionaler Anbieter springen ein. Aber das vorausgezahlte Geld ist futsch. Der Kunde zahlt also doppelt. Weiterer Nachteil: Der Kunde muss seinen Verbrauch genau abschätzen. Er kauft ein Strompaket, zum Beispiel 3.600 kWh. Wenn er mehr verbraucht, zahlt er nach - zu einem deutlich höheren Preis; Minderverbrauch verfällt.
Jeder Verbraucher sollte daher vor Vertragsabschluss die möglichen Risiken sorgfältig prüfen.

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